Allgemein

Ungefähr 5-10% aller bösartigen Tumoren neigen dazu, Tumorzellen abzusondern, die sich in anderen Regionen des Körpers ansiedeln und dort Metastasen bilden. Insbesondere sind unter anderem die Leber, Lungen, Knochen, Nebennieren und das Gehirn betroffen. Das Auftreten von Metastasen ist ein Zeichen dafür, dass sich der Patient in einem fortgeschrittenen Stadium der Tumorerkrankung befindet.

Von allen Hirntumoren sind etwa 30 bis 40% Hirnmetastasen.

Tumorentstehung

Bösartige Tumoren neigen in unterschiedlichem Maße zur Ausbildung von Metastasen. Vom Ort des ursprünglichem Tumors gelangen einzelne Tumorzellen über den Lymph- oder Blutweg an einen vom Primärtumor entfernten Ort. Dort siedeln sie sich an und bilden Tochter-Geschwülste
( Metastasen). Auch über den Liquor (Gehirn- oder Rückenmarkflüssigkeit) können sich Tumorzellen verbreiten und sich auf den Hirnhäuten entweder im Gehirn selbst oder im Spinalkanal (Rückenmarkkanal) festsetzen. Eine solche meningeale (die Hirnhaut befallene) Aussaat ist prognostisch besonders ungünstig. Die folgende Tabelle gibt Tumoren an, die sowohl generell als auch in das Gehirn metastasieren.

  • Adenokarzinom der Lunge
  • Mammakarzinom
  • Malignes Melanom
  • Tumoren des Magendarmtraktes
  • Blasenkarzinom
  • Lymphom
  • Schilddrüsenkarzinom