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Die Chemotherapie
Im Gegensatz zur Operation geht die Chemotherapie mit Medikamenten gegen den Lungenkrebs vor. Ihr Vorteil: Da die Medikamente über den Blutkreislauf den gesamten Körper erreichen, werden mit der Chemotherapie auch von der Lunge entfernte Bereiche erreicht, wo eventuell Tochtergeschwülste (Metastasen) sitzen. In den letzten Jahren konnten mit der Chemotherapie bemerkenswerte Erfolge erzielt werden. Die mit der Chemotherapie oftmals einhergehenden Nebenwirkungen sind inzwischen zumeist relativ gut beherrschbar, wenn auch nicht ganz zu vermeiden, da die Medikamente leider nicht nur auf Tumorzellen sondern auch auf alle anderen Zellen des Körpers mehr oder weniger stark wirken.
Die Lungenkrebs-Chemotherapie
Die Chemotherapie zielt darauf ab, durch bestimmte Medikamente (Zytostatika) die Zellteilung der Lungenkrebszellen im Körper zu beeinträchtigen. Dadurch kann eine Tumorrückbildung erreicht werden. Der Vorteil der Chemotherapie liegt darin, dass ihre Anti-Krebsmedikamente alle Körperbereiche - also nicht nur die Lunge - erreichen. Dies ist besonders wichtig beim kleinzelligen Lungenkrebs, der die Tendenz hat, sich im Körper zu verbreiten.
Die Nebenwirkungen Der große Vorteil der Chemotherapie - die ganzheitliche Wirkung im Körper -- ist zugleich ihr Nachteil. Die Chemotherapie greift nicht nur die Krebszellen an, sondern auch "gesunde" Körperzellen, die sich häufig teilen. Vor allem das Knochenmark, in dem die Blutzellen entstehen, die Mundschleimhäute sowie die Darmschleimhaut werden durch eine Chemotherapie häufig in Mitleidenschaft gezogen. Auch kann es zu vorübergehendem Haarausfall kommen, da sich die Zellen an den Haarwurzeln ebenfalls sehr oft teilen. Übelkeit und Erbrechen sind weitere typische Nebenwirkungen der Chemotherapie.
Bessere Verträglichkeit Um diesen Nebenwirkungen vorzubeugen oder sie zu lindern, stehen dem Arzt heute verschiedene sehr wirksame Möglichkeiten zur Verfügung. Neue Medikamente mit einer möglicherweise besseren Verträglichkeit befinden sich in der Erprobung. Auch kann der Arzt die Chemotherapie mit anderen Therapieformen kombinieren, um den Behandlungserfolg oder die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.
Die Chemotherapie erfolgt in mehreren Zyklen, die von 2- bis 4-wöchigen Behandlungspausen unterbrochen sind. In dieser Zeit können die Medikamente wirken und der Patient sich von den Nebenwirkungen erholen.
Eine der großen Herausforderungen bei der Chemotherapie ist aber nicht nur die Reduzierung der Nebenwirkungen. Es zeigt sich auch, dass gewisse Krebsarten eine Resistenz gegen Medikamente der Chemotherapie entwickeln. Mit ein Grund, warum neue Therapieansätze intensiv erforscht werden.
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